Frauenhaus
Frauenhäuser sind vorübergehende Schutz- und Zufluchtstellen für Frauen mit und ohne Kinder, die von Gewalt durch ihren Mann/Partner, ihre Familie oder ihr nahes Umfeld betroffen und oder bedroht sind. Unser Frauenhaus ist eines von 19 Frauenhäusern in Rheinland-Pfalz.
Die Adresse ist aus Schutzgründen geheim. Die Kontaktaufnahme, mit Vereinbarung eines Treffpunktes zur Aufnahme, erfolgt telefonisch.
Die Aufnahme erfolgt schnell und unbürokratisch und ist Tag und Nacht möglich.
Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses unterstützen und beraten die Frauenhausbewohnerinnen auf Wunsch bei anstehenden Entscheidungen und Fragen.
Hierbei orientiert sich die Arbeit zur Stärkung der Frauen an dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
Wie kann es weiter gehen?
Wie kann ich mich und meine Kinder schützen?
Welche Rechte als Frau und Mutter habe ich?
Wo und wie bekomme ich finanzielle Hilfe?
Die spezifischen Belange von Migrantinnen sind im Blick.
Die im Frauenhaus lebenden Kinder erhalten ebenfalls Unterstützung und pädagogische Angebote. Auch Fragen zum weiteren Schul- oder Kindergartenbesuch u.a. können geklärt werden.
Ein Ziel der Frauenhausarbeit ist es, von Gewalt betroffenen Frauen Wege aufzuzeigen, auf denen sie zu eigener Stärke und zu einem selbstbestimmten, gewaltfreien Leben zurückfinden können.
Im Frauenhaus leben die Frauen alleine oder mit ihren Kindern wie in einer Wohngemeinschaft. Die Frauen versorgen sich und ihre Kinder selbst. Eine Hausordnung regelt jedoch das Zusammenleben. Das Frauenhaus ist nicht mit einem Heim zu vergleichen. Es findet keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung statt.
Eine Aufnahme von wohnungslosen, akut suchtmittelabhängigen und psychisch kranken Frauen ist in der Regel nicht möglich. Bei Jungen ab 14 Jahren bedarf es der vorherigen Abklärung in einem Aufnahmegespräch. Das Mitbringen von Haustieren ins Frauenhaus ist nicht möglich. Nach Möglichkeit unterstützen wir jedoch bei der Weitervermittlung an geeignete Stellen.
Aufnahmekapazität
3 bis 4 Frauen mit und ohne Kinder
Aufenthaltsdauer
Je nach Bedarf wenige Tage bis zu mehreren Monaten
Second Stage
Aufgrund des angespannten Wohnungsmarkes gestaltet sich die Suche nach geeignetem Wohnraum zunehmend schwieirger. Dies führt u.A zu längeren Aufenthalten im Frauenhaus, wodurch dringend benötigte Schutzplätze länger belegt bleiben und weniger Kapazitäten für akut schutzbedürftige Frauen und Kinder zur Verfügung stehen.
An dieser Stelle setzt das Second Stage-Projekt, mit dem Ziel die Wohnungssuche ehemaliger Frauenhaus-Bewohnerinnen klar zu priorisieren und aktiv voranzubringen, an.
Nachgehende Beratung und Begleitung
Nach Verlassen des Frauenhauses können sich die Frauen weiterhin mit ihren Anliegen an die Mitarbeiterinnen wenden. Gemeinsame Treffen mit ehemaligen und derzeitigen Frauenhausbewohnerinnen und ihren Kindern dienen der Stärkung.
Öffentlichkeitsarbeit
Infoveranstaltungen, Infostände, Vorträge
Arbeitsweise
Die Mitarbeiterinnen sind geschult in gewaltfreier Kommunikation und systemischer Beratung.
Wir arbeiten mit traumasensiblen Ansätzen, Entstressungstechniken, ressourecenorientiert und ganzheitlich.
Adresse
Postfach 12 23 68, 55715 Idar-ObersteinSchlagwörter
Beratung, Existensicherung, Frauen, Frauenhaus, Gewalt, Hilfe, Krisenintervention, Migrantinnen, SchutzKategorie
Beratung und Hilfeerstellt von Andrea Konrad-Allmann | Letzte Änderung: 13. Oktober 2026